Abhumusierungsarbeiten und Wegbau

Meggen, 8.7.2016 – Für den Schutz des Bodens ist die Saugspannung (Abtrocknungsgrad des Bodens) von grosser Bedeutung. Denn nur bei gut abgetrocknetem Boden darf dieser befahren bzw. bearbeitet werden.

Der Abtrocknungsgrad wird mit Tensiometern gemessen und die Resultate werden täglich vom bodenkundlichen Baubegleiter überprüft. Aufgrund der anhaltenden Trockenphase kann auf dem Golfplatz der gut abgetrocknete, verdichtungsempfindliche Ober- und Unterboden grossräumig abgetragen werden ohne dass die Bodenqualität darunter leidet. Somit kann auf dem Untergrund, auch bei nasser Witterung, ohne Unterbrüche weitergearbeitet werden.
An Stellen, wo Erdveränderungen geplant sind, wird vorgängig mit einer Schürfkübelraupe grossräumig der Oberboden abgetragen und seitlich deponiert. Der Oberboden wird nach den Modulierungsarbeiten wieder sorgfältig aufgetragen und begrünt.
Der Bau des Fussweges vom Sitenhof zum Salzfass ist fertig ausgehoben. Nächste Woche wird die Kiesschicht eingearbeitet.

Kantonsarchäologie Luzern führt Untersuchungen durch

Meggen, 5.7.2016 - Das Gebiet, auf welchem der Golfplatz Meggen entsteht, ist aufgrund seiner Topographie und einzigartigen Lage eine archäologische Verdachtsfläche. Die Kantonsarchäologie Luzern vermutet deshalb, dass unter dem Boden möglicherweise archäologische Funde und Befunde aus der Vergangenheit schlummern.

Aus diesem Grund prospektierte man die Fläche Ende März 2016 gezielt. Bei einer Feldbegehung konnten so einige römische Keramikfragmente auf der Bodenoberfläche geborgen werden. Ein Metalldetektorgänger im Auftrag der Kantonsarchäologie Luzern fand mehrere archäologisch interessante Metallfunde. Darunter befindet sich neben einer römischen Münze auch eine bronzene Fibel, die in die späte Latène-Zeit datiert, d.h. 2000 Jahre alt ist. In Aussehen und Funktion ähnlich der modernen Sicherheitsnadel wurden solche Fibeln als Gewandschliessen benutzt, die gleichzeitig auch Schmuckstücke darstellten.

Interessante Informationen über die Vergangenheit
Aus archäologischer Sicht sind die Funde Beweis dafür, dass das Gebiet in Vergangenheit zu unterschiedlichen Zeiten begangen worden ist. Es stellt sich daher die Frage, ob sich unter dem Boden auch Siedlungsreste dieser Epochen erhalten haben und diese bei Grabarbeiten in Zusammenhang mit der Golfplatzanlage zerstört würden. Um dies abzuklären, werden vor allem in der Nähe der Fundstellen der Funde und an topographisch verdächtigen Stellen weitere Untersuchungen durchgeführt. Geplant sind acht Sondierungen, jeweils ca. 10 m lange und 1 m breite Gräben. Sondierungen sind äusserst nützlich, um die Schichtverhältnisse im Boden zu analysieren. Das heisst, auch wenn man nicht direkt auf Siedlungsreste stösst, lassen sich oft Ausläufer von Siedlungsschichten oder Spuren von alten Nutzungen beobachten. Neben den Sondierungen, die vor den Aushubarbeiten durchgeführt werden, begleitet die Kantonsarchäologie Luzern auch die Aushubarbeiten während des Baus des Golfplatzes.

Neue Luzerner Zeitung, 14. Juli 2016: «Auf dem Golfplatz lebten Römer»

Abhumusierungsarbeiten auf dem Areal des Golfplatzes Meggen.

 

 

Auf dem Gebiet des Golfplatzes Meggen wurde diese bronzene Nauheimerfibel gefunden.

 

In dieser herrlichen Landschaft in Vordermeggen direkt an der Stadtgrenze zu Luzern wird eine öffentliche 9-Loch-Golfanlage mit Driving Range, Golfhaus und einem neuen Fuss- und Wanderwegnetz gebaut.